Hoffnung – besonders wichtig in diesen herausfordernden Zeiten …

Coaching Positive Psychologie HoffnungIn der aktuellen schwierigen und unsicheren Zeit des Corona-Virus und seiner Auswirkungen haben wir alle – mehr oder minder stark – das Gefühl, aus unserer bisherigen “Komfortzone” geworfen zu sein. Die Veränderung hat uns ziemlich überraschend und unvorbereitet getroffen. Die meisten von uns kämpfen gerade mit vielen negativen Emotionen, wie z.B.

  • der Angst um den Job oder die eigene Existenz
  • dem Gefühl der Isolation
  • der Hilflosigkeit, nicht zu wissen, wie alles in Zukunft weitergehen wird
  • der Trauer, dass viele schöne Dinge weggefallen sind, wie Familie und Freunde zu treffen, ins Kino oder Theater zu gehen oder verreisen zu können
  • dem Gefühl der Ohnmacht und sich irgendwie ausgeliefert zu fühlen …

Wir brauchen jetzt unsere Fähigkeiten, die Krise und die Herausforderung meistern zu können. Es kann uns helfen, die Situation so gut es geht anzunehmen und zu akzeptieren; die Dinge möglichst realistisch zu betrachten; unsere Gedanken und Sorgen mit anderen zu teilen; einen Plan B und C zu entwerfen; sich selbst zu stärken und gut für sich selbst zu sorgen.

Die Hoffnung – eine stärkende Positive Emotion

Mich begleitet die Hoffnung schon seit einigen Monaten. Wir alle brauchen Hoffnung, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir sie uns vorgestellt haben. Wir brauchen Hoffnung gerade in schwierigen, unsicheren Zeiten, in denen wir nicht in Verzweiflung oder Hoffnungslosigkeit versinken wollen.

“In einer verzweifelten Situation […] bedeutet Hoffnung, das Schlimmste zu befürchten, sich aber nach etwas Besserem zu sehnen. Der Kern der Hoffnung bildet die Überzeugung, dass die Dinge sich ändern können – egal, wie schrecklich oder unsicher die Umstände im Augenblick gerade sind.”, schreibt Barbara Fredrickson in Ihrem Buch Die Macht der guten Gefühle. Die Hoffnung stützt uns; sie verhindert, dass wir in Verzweiflung versinken oder zusammenbrechen. Sie motiviert uns und gibt uns die Energie, uns auf unsere Fähigkeiten und auf unsere Kreativität zurückzubesinnen, und das Ruder herumzureißen. Sie inspiriert uns, in die Zukunft zu denken und Pläne für eine bessere Zukunft zu entwerfen. (S. 63)

Die Hoffnung ausbauen

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Systemischer Coach der Positiven Psychologie, ein Intensivjahr … und Neuigkeiten

Coach der Positiven Psychologie, Systemischer Coach der Positiven PsychologieEs fing alles damit an, dass ich mir zum letzten Jahreswechsel ein “Intensivjahr 2019” gewünscht habe …

Was dies konkret bedeuten sollte, wusste ich in diesem Moment noch nicht; das hat sich allerdings schnell geändert. Denn kurz danach habe ich mich bei der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP) und der wunderbaren Judith Mangelsdorf zur Ausbildung zum “Zertifizierten Systemischen Coach der Positiven Psychologie” angemeldet. Im März ging´s dann los: Ich bin fünfmal nach Berlin gefahren, um Neues in den Bereichen Systemisches Coaching und Positive Psychologie zu lernen und um mich selbst weiterzuentwickeln. Ende Oktober fand schließlich die Zertifizierung(s-Prüfung) mit Live-Coaching vor versammelter Runde statt. Puh, wahrlich intensiv.

Systemischer Coach der Positiven Psychologie – was ist denn das?

werden Sie sich vielleicht fragen. Mit der Positiven Psychologie beschäftige ich mich ja schon eine ganze Weile, wie Sie diesem Blog entnehmen konnten. Ich finde den (Coaching-)Ansatz der Positiven Psychologie

  • persönliches Wachstum zu befördern,
  • auf das Gute zu schauen und dieses auszubauen,
  • positive Emotionen, Stärken und Flow, unterstützende Beziehungen, sinnvolles Arbeiten und die Erreichung von selbst gewählten Entwicklungs-Zielen in den Mittelpunkt zu stellen,

als sehr wertvoll und sehr hilfreich – für die Arbeit mit meinen Kund*innen und auch für mich selbst. Der Systemische Ansatz war neu für mich.

“Systemisches Coaching” bedeutet, …

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Sinnkrise? Sinnlosigkeit? Sinnvolle Arbeit? Die vier Säulen des Sinns …

Erachten Sie Ihre Arbeit als “sinnvoll”?

Die Themen “Sinnlosigkeit” bzw. positiv formuliert “Sinn finden” beschäftigen mich schon seit vielen Jahren. Meine Arbeit in der IT-Branche habe ich oft als “sinnlos” empfunden und mir immer wieder gedacht: Da muss es doch noch was anderes geben … Aber was? Lange Jahre konnte ich darauf für mich keine Antwort finden. Erst als ich mich im Zuge meiner eigenen Neuorientierung im Beruf intensiv mit mir selbst beschäftigt habe – mit meinen Stärken, Werten, Lebenszielen und Interessen -, habe ich herausgefunden, was ich selbst als “sinnvoll” erachte, nämlich Menschen in ihrer (beruflichen) Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten.

Emily Esfahani Smith hat ein, wie ich finde, sehr lesenswertes Buch genau zu diesem Thema geschrieben: Glück allein macht keinen Sinn: Die vier Säulen eines erfüllten Lebens. Wir leben in einer Zeit der “Sinnkrise”, stellt die Autorin zu Beginn ihres Buches fest. Eine repräsentative Umfrage des Centers for Disease unter Erwachsenen in den USA hat ergeben:

  • “Vier von zehn Amerikanern haben kein Lebensziel gefunden, das sie zufriedenstellt.
  • Und fast ein Viertel aller Amerikaner – etwa 100 Millionen Menschen – hat nicht den Eindruck, das eigene Leben sei besonders sinnvoll.” (S. 39)

Keine guten Zahlen …

Wichtig: Zwischen “Wohlfühlglück” und “Werteglück” unterscheiden

Beide Begriffe kenne ich bereits aus meinen Weiterbildungen in Positiver Psychologie am Inntal Institut. Auch Emily Esfahani Smith unterscheidet:

  • Zum Wohlfühlglück, auch von Aristoteles “hedonia ” genannt, gehören all die Annehmlichkeiten, die unser Leben schöner machen, wie z.B. in der Sonne liegen und faulenzen, einen leckeren Kaffee trinken oder ein gutes Essen genießen. In diesen Momenten haben wir wenig Sorgen und Ängste. Es geht uns gut und wir fühlen uns wohl.
  • Zum Werteglück, auch als “eudaimonia” bezeichnet, gehören die Dinge, deren Umsetzung uns am Herzen liegt, auch wenn es schwierig und anstrengend wird. Eudaimonia lässt sich mit „Glückseligkeit“ übersetzen und ist mit Tätigsein verbunden. Ein Leben mit Werteglück “ist aktiv, ein Leben, in dem man seinem Beruf nachgeht und einen Beitrag zur Gesellschaft leistet, sich in die Gemeinschaft einbringt und vor allen Dingen sein Potenzial ausschöpft, statt die eigenen Talente zu verschleudern.” (S. 21/22) Hier, im Werteglück, liegen Sinn und ein erfülltes Leben.

Die vier Säulen des Sinns

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