Schwächen stärken?

FEHLER UND SCHWÄCHEN. AUSMERZEN UND VERBESSERN? UMDENKEN!

Stärken stärken oder Schwächen stärken

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Warum stellen wir so oft unsere Schwächen ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit? Und warum erkennen wir unsere Stärken oft nur schwer oder gar nicht? Vielleicht haben Sie sich diese Fragen auch schon gestellt …

  • Leider sind unsere Stärken oft selbstverständlich für uns, und daher nehmen wir sie nicht wahr. Vielleicht denken Sie wie viele Menschen, dass sie keine besonderen Stärken oder Talente haben. Weil es für Sie normal ist, dass Ihnen manche Dinge „ganz  einfach“ von der Hand gehen. Das, was Sie Ihnen leicht fällt, ist „nicht der Rede wert und nichts Besonderes“, denken Sie. Oder: „Das kann doch jeder.“ Dem ist aber nicht so.
  • Oft haben wir auch deshalb nur unsere Schwächen im Blick, weil wir von Kindesbeines an auf Fehler ausgerichtet sind. Daher sehen wir häufig nur das, was nicht gut ist und was nicht funktioniert.
  • Schwächen und Probleme erscheinen uns oft auch wichtiger zu sein. Der Tunnelblick, der dann entsteht, konzentriert sich auf das Problem, und unser „Fehlerzoom“ blendet das, was gut läuft, aus.
  • Außerdem haben wir vielleicht Angst, uns zu sehr zu brüsten und zu sehr anzugeben, wenn wir unsere Stärken in den Mittelpunkt stellen und darüber sprechen. Ganz nach dem Motto: Eigenlob stinkt.
  • Und dann denken wir leider immer noch: Im Ausmerzen und Verbessern unserer Schwächen liegt unser größtes Wachstumspotenzial.

Die Wahrheit ist aber: In Ihren Stärken liegt Ihr größtes Wachstumspotenzial. Ihre Stärken führen Sie zu mehr Zufriedenheit und Erfolg im Beruf.

Hier ist Umdenken angebracht und sinnvoll!

P.S. Natürlich macht es manchmal Sinn, „Schadensbegrenzung“ bei Ihren Schwächen zu betreiben und diese soweit in den Griff zu bekommen, dass sie Ihnen nicht (mehr) schaden. Und natürlich kann es Spaß machen und Sie auch ein Stück weiterbringen in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung, wenn Sie Ihre noch „schlafenden Stärken“ ausbauen. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn Sie Ihre größten Stärken bereits sehr intensiv nutzen. Dennoch gilt: „Stärken stärken“ hat Vorrang!